An der Wirbelsäule entlang verläuft das Rückenmark, das alle Organe über die entsprechenden Nerven verbindet. Aufgrund dessen können Fehlstellungen an der Wirbelsäule, 24 Wirbelkörper tangieren und zu Störungen der einzelnen Organe führen. Deshalb eignen sich diese Therapieansätze auch dazu neben der Behandlung der Bewegungsapparat Beschwerden auch Therapien aufgrund anderer Beschwerden zu initiieren. Hierzu gehören Beeinträchtigungen, wie Migräne, Schwindel, Kopfschmerzen, Tinnitus oder auch Atmungsstörungen.

Mit den Händen behandeln

Chiropraktik heißt so viel, wie „mit den Händen behandeln“.
Chiropraktiker haben ein komplexes und vor allem vielschichtiges Portfolio an manuellen Behandlungstechniken.
Es werden in der Praxis ganz verschiedene Techniken verwandt. Man unterscheidet zwischen den Techniken der Adjustierung, der Traktion, der Mobilisierung, der Weichteilbehandlung sowie der Reflextechniken.
Die Adjustierung ist die verbreitetste Technik. Hierbei werden spezielle Handgriffe angewandt. Diese Technik verfolgt die Zielsetzung der Subluxation im Bereich der Wirbelsäule. Man möchte in diesen Arealen Druck aufbauen, um eine Schmerzlinderung hervorzurufen. Die Traktion ist eine weitere Technik, die häufig angewandt wird. Hierbei werden die Gelenkpartner durch einen Zug ruckartig bewegt. Durch die stattfindende Gelenkdehnung der Gelenkkapseln und auch der Bänder wird die Beweglichkeit forciert. Die Mobilisierung kümmert sich in diesem Bereich, um das verlorene Gelenkspiel. Man möchte hierbei die Beweglichkeit der Gelenke wiederherstellen. Bei der Weichteilbehandlung wird mittels Dehn- sowie Entspannungstechniken die Muskulatur wieder verlängert werden, damit sich die neugewonnenen Gelenkspiele anpassen. Die Reflextechnik nutzt das System aus, dass mittels Nervenreflexe die Muskelspannung sowie die Schmerzwahrnehmung beeinflusst werden. Es kann somit auf das zentrale Nervensystem eine Einwirkung stattfinden, schwerpunktmäßig erfolgt das dann auf das vegetative und auch kognitive Nervensystem.

Was muss bei den Behandlungen beachten?

Vor jeder Behandlung durch einen chiropraktischen Spezialisten, erfolgen grundsätzlich umfangreiche Vorbehandlungsgespräche bzw. Anamnesegesprächen. Diese sind im Vorfeld wichtig, da man ausschließen muss, dass keine gravierenden Erkrankungen zugrundeliegend sind. Hierzu würden beispielsweise Tumorerkrankungen zählen. Des Weiteren zählen in diesem Rahmen auch ungewöhnliche Wirbelnormabweichungen, Knochenbrüche oder degenerative Erkrankungen, wie beispielsweise Arthrose zu der Liste an Erkrankungen, die chiropraktische Behandlungen ausschließen. Sollten Patienten an Krebserkrankungen, akuten Infektionen oder auch Bandscheibenvorfällen leiden, so eignen sich eine Reihe anderer schmerzlindernder Verfahren. Wenn man als Patient nach einer entsprechenden Behandlung Nebenwirkungen bemerkt, so kann dies normal sein. Zu gängigen Nebenwirkungen zählen Kribbelgefühle, Schwindel und Muskelkater. Hier gilt, sollten die Nebenwirkungen zu stark sein, so ist die Konsultation eines Arztes anzuraten.

Entwicklung des Behandlungsumfeldes in Deutschland

Die großen Ursprünge dieser speziellen Behandlungsmethoden liegen in der Antike. Bereits in dieser Epoche, wusste man über die Kraft der Anwendungen und nutze das Wissen darüber. Mitte der 50er Jahre des 20. Jahrhunderts erfuhr das Konzept in Deutschland einen entscheidenden Schub. In diesem Zeitabschnitt entwickelten einige Ärzte ein paar entsprechende Handgriffe, die die Grifftechniken in diesem Behandlungsfeld aufbauten und weiterverbreiteten. Die sich hieraus entwickelten manuellen Therapien werden besonders gern bei Schmerzpatienten eingesetzt. Zu den manuellen Therapien zählt ebenso der Bereich der Osteopathie.

Fazit: Chiropraktisch abgehandelte Funktionsabläufe

Die Entwicklung des Behandlungsgebiets hat ihren Ursprung bereits in der Antike und entwickelte sich in den 50er Jahren des vergangenen Jahrhunderts entscheidend fort. Es gibt eine Reihe von Techniken, die in der Praxis verwandt werden. Die Adjustierung gilt als die am weitverbreitetste Methode der Therapieform.…